Allgemeines
Die ersten Fertighäuser wurden in den 60er und 70er Jahren erstellt. Mittlerweile sind die Gebäude in die Jahre gekommen und in vielerlei Hinsicht veraltet.
Zum Beispiel entspricht die Dämmung oft nicht den heutigen Erfordernissen. Die Außenfassade ist verwittert und an einigen stellen auch nicht mehr dicht. Das heißt, eine Renovierung der Außenfassade ist dringend notwendig.
Besonders angesichts immer stärker steigender Energiepreise zahlt sich das Anbringen einer Wärmedämmung aus.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der Fertighausindustrie kennen wir uns mit Ihrem Haus aus. Egal welcher Hersteller.
Es riecht so muffig ...
In vielen Fertighäusern der 70er Jahre ist mittlerweile ein muffiger Geruch wahrnehmbar. Hierbei handelt es sich in der Regel nicht um Schimmel (wie häufig vermutet wird), oder um schlechtes Lüftungs- oder Wohnverhalten. Im Laufe der Jahre haben sich sogenannte Chloranisole gebildet. Hierbei handelt es sich um ein Abbauprodukt von PCP oder anderen Chlorphenolen. Dieser Stoff tritt zwar in nur sehr geringen Konzentrationen auf, hat aber trotzdem schon die unangenehme Eigenschaft des starken Geruchs.
Ein sicheres Zeichen, dass der Geruch in einem Fertighaus von den Chloranisolen stammt, ist das anhaften des Geruchs an der Kleidung. Bereits nach kurzem Aufenthalt in dem Haus hat die Kleidung die Chloranisole aufgenommen sodass der Geruch „mitgenommen“ wird. Da ein wichtiger Baustein bei der Bildung von Chloranisolen die Luftfeuchtigkeit ist, ist auch die jahreszeitliche Schwankung der Geruchsintensität (z.B. Übergang Sommer zum Herbst) ein sicheres Zeichen für das Vorhandensein von Chloranisolen.
Dieser „Fertighausgeruch“ ist kein Einzelfall und auch nicht auf bestimmte Hersteller beschränkt. In 95% aller Fälle entstehen die Stoffe in der Außenwand, sodass die richtige Wahl der Werkstoffe bei der Modernisierung der Fassade auch das Problem der Geruchsbildung gleich mit erledigt. In den restlichen Fällen ist die Geruchsbildung auf Wasserschäden im Badbereich oder bei Flachdächern zurück zu führen.
Bewertung des Ist-Zustandes
Eine gründliche Analyse des vorhandenen Wandaufbaues des jeweiligen Hausherstellers ist die Basis für die Modernisierung der Wandkonstruktion und sollte von einem Spezialisten erstellt werden.
Hierzu gehören:
- Prüfung der Planungsunterlagen für das Fertighaus im Hinblick auf die statischen Gegebenheiten (Tragkonzept).
- Bestandsaufnahme des Außenwandaufbaues:
Überprüfung der Funktionalität der eventuell vorhandenen Dampfsperre/Dampfbremse. - Bauphysikalische Bewertung des vorhandenen du des geplanten Wandaufbaues.
- Messung der Emission von Reizstoffen in der Raumluft, wie z. B. Ausgasung von Formaldehyd aus den damals verwendeten Spanplatten und PCP-Belastung.
- Prüfung der Geruchsbelästigung aus den Zersetzungsprodukten der einst eingesetzten Holzschutzmittel.
Festlegung der Sanierungsmaßnahmen
Anhand der Bestandsaufnahme, sowie einer eventuell durchgeführten Schadstoffmessung werden die Sanierungsmaßnahmen festgelegt und von unseren Spezialisten umgesetzt.
Oftmals ist davon auszugehen, dass eine Schadstoffbelastung vorliegt, so dass eine Komplett-Sanierung durchgeführt werden sollte:
Die Maßnahmen dieser Komplettsanierung sind:
- Vorhandene Asbestplatten werden entfernt und fachgerecht entsorgt.
- Die Außenbeplankung (in den meisten Fällen eine Spanplatte mit PCP- und Formaldehyd-Belastung) wird entfernt und fachgerecht entsorgt.
- Die Mineralwolle (Sekundärbelastung) im Gefach wird ebenfalls entfernt und fachgerecht entsorgt.
- Das Holzständerwerk wird mit einem Schadstoffvernichter behandelt, so dass ein Ausgasen von PCP aus dem Ständerwerk erheblich verringert wird.
- Reinigen des Gefachs mit Kalkmilch um Mikroorganismen, die für eine Geruchsbildung mitverantwortlich sind, abzutöten.
- Einbau eines Absorbervlieses im Gefachbereich zur Absorbtion und zum Abbau von Formaldehyd und Gerüchen inkl. Herstellung einer neuen luftdichten Ebene in der Außenwand.
- Einbau einer neuen Gefachdämmung auf Basis von Holzfaserdämmplatten.
- Aufbringen einer neuen Außenbeplankung (statisch tragend) aus diffusionsoffenen, naturharzgebundenen mitteldichten Holzfaserplatten.
- Aufbringen eines neuen Wärmedämmverbundsystems auf Basis einer Holzweichfaserdämmplatte.
Mit diesen Maßnahmen erhalten Sie einen modernen, diffusionsoffenen Wandaufbau, der der neuen Energieeinsparverordnung und den Förderbedingungen entspricht.
Fördergelder
Beim Modernisieren und Renovieren hilft der Staat kräftig mit. Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Informationen können unter verschiedenen Internet-Adressen abgerufen werden, z. B.: www.kfw.de, www.dena.de, www.bewusst-bauen.de, usw.
Übersicht der aktuellen Förderprogramme
(PDF Dokument öffnen)
Wir bringen Ihre Fassade wieder auf den aktuellsten Stand. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gern!
Unsere Leistungen im Überblick:
- Fassadensanierung im Fertighausbau
- Geruchs- und Schadstoffsanierungen
- Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem
- Fassadenverschalung aus verschiedenen Holzprofilen
- Fassadenverkleidung aus Naturschiefer und Fassadenprofilen
- Entwurf und Gestaltung sämtlicher Fassaden
Über unseren Partner bieten wir darüber hinaus folgende Leistungen:
- Energieberatung
- Schwachstellenanalyse Fertighaus
- Schadstoffmessungen
- Kaufberatung Fertighaus